Sensorische Integrationstherapie

Unter SI (sensorische Integration) versteht man das Zusammenführen, Ordnen und Strukturieren aller Informationen die uns über unsere Wahrnehmungsorgane erreichen. Dadurch werden Empfindungen aus verschiedenen Wahrnehmungsbereichen (fühlen, spüren, tasten, bewegen, sehen, hören, schmecken, riechen) miteinander verknüpft und in Verbindung gebracht, Kinder können so Zusammenhänge verstehen lernen. Erfolgt in der Entwicklung eine komplette Integration, bedeutet dies die bestmögliche Verarbeitung von Sinneswahrnehmung, was zu angemessener Ausführung angestrebter Handlungen und Bewegungen führt. (z.B. Abschreiben von der Tafel, Purzelbaum schlagen, Klettern, Fahrrad fahren, sich konzentrieren auf das Wesentliche, sich organisieren, …) Es kann aus verschiedenen Gründen auch sein, dass die Wahrnehmung in einem oder mehreren der Bereiche unzureichend ist und sich dann Schwierigkeiten zeigen. Dies kann dann in einer gezielten Therapie geübt und ausgeglichen werden.

Schwierigkeiten in der sensorischen Integration können sich in ein oder mehreren der folgenden Auffälligkeiten zeigen:

  • zu viel, zu extremes und schnelles Bewegen.
  • ungeschicktes, unsichers, sehr vorsichtiges und langsames Bewegen.
  • geringe Gefahreneinschätzung.
  • Fein- und grobmotorische Schwierigkeiten.
  • Un- oder überempfindliche Reaktion auf Berührungen.
  • Auffälliges Verhalten wie z.B. Aggressivität, Überaktivität, Unsicherheit.
  • Mangelnde Konzentration und Aufmerksamkeit, langsames Arbeitstempo.
  • Allgemeines Abweichen von der Entwicklung im Vergleich zu Gleichaltrigen (laufen später, malen später oder nur ungerne, fahren später Rad, …)

Wie sieht die Therapie aus?

Zu Beginn wird eine spezeielle Befunderhebung der sensorischen Integration durchgeführt woraus sich der Ansatzpunkt des Therapeuten ergibt. Das Kind wird in der Therapie genau an der Stelle abgeholt, an der es sich noch sicher fühlt, diesen Punkt bestimmt das Kind selber, bzw. er ergibt sich aus der Beobachtung. Von da aus werden, vom Therapeuten gesteuert, die Anforderungen zunehmend gesteigert, so dass das Kind immer mehr Leistungen bewältigen kann und sich dabei sicher fühlt. Wichtig ist, dass alle Wahrnehmungsbereiche dabei integriert und mit einbezogen werden. So lernt das Kind spielerisch seine Unsicherheiten zu überwinden sowie angemessen auf seine Außenwelt zu reagieren und zu handeln. Die Eltern werden immer in den Behandlungverlauf eingebunden und erhalten Tipps, wie sie das Kind auch zu Hause spielerisch im Alltag auf der momentanen Entwicklungsstufe und in Abstimmung auf die Therapie fördern und fordern können. Das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt findet auch eine Kooperation mit dem Kindergarten oder der Schule statt.

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