Säuglingstherapie

  • Der Säugling ist darauf angewiesen, dass er bei seiner Selbstregulation durch Mutter, Vater oder andere ähnlich nahestehende Bezugspersonen unterstützt wird.
  • Körperkontakt ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die genetischen Programme gut funktionieren, über die der Säugling bei seiner Selbstregulation unterstützt wird.
  • Säuglinge mit einer Regulationsstörung haben sehr häufig auch eine Körperkontaktstörung.
  • Eine Körperkontaktstörung bedeutet, dass Körperkontakt vermieden wird. Von einer Körperkontaktstörung betroffene Säuglinge bekommen also weniger Körperkontakt als andere Babys.
  • Aus den bisherigen Punkten ergibt sich: Säuglinge mit einer Regulationsstörung müssen besonders viel Unterstützung über den Körperkontakt bekommen. Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil der Fall, da die betroffenen Babys eine schlechtere Fähigkeit zum Körperkontakt haben und es dadurch automatisch zu weniger intensiver Nähe kommt.

 

Folgende Bereiche haben aufgezeigt, dass sich Regulationsstörungen durch die verbesserte Fähigkeit zum Körperkontakt regulieren und verbessert werden:

 

  • Schlaf- Wach- Rhythmus
  • Beruhigung nach Stress
  • Bewältigungen unangenehmer, bzw. schmerzhafter Situationen
  • Verarbeitung schwieriger sensorischer Reize, Steuerung der Aufmerksamkeit,...etc.

 

  • Regulation von Körpertemperatur
  • Trinkverhalten

 

Durch die verbesserte Fähigkeit zum Körper-/ Blickkontakt und das intuitive Verhalten der Eltern, wie Körperkontakt, Streicheln, Augengruß, Ansprache mit warmer Stimme, angemessene Interaktion...etc. wird die Oxytocinproduktion des Babys stimuliert.

 

Körperkontakt wirkt immer in beide Richtungen. Wenn dieser positiv ist, wird bei beiden ein gutes Gefühl, Entspannung, Sicherheit und eine erhöhte Offenheit für soziale Signale ausgelöst.

 

Wenn ein Säugling Schwierigkeiten mit dem Körperkontakt hat, kann sich dies in verschiedener Weise auf seine Mutter und seinen Vater auswirken, wie z.B.

 

  • geringere Stimulation der Oxytocinproduktion
  • geringere Wahrnehmungsfähigkeit für soziale Signale des Babys
  • Blockade der intuitiven elterlichen Kompetenz
  • geringere Entspannung, geringerer Schutz vor Stress, wobei die Eltern aufgrund des schwierigen Verhaltens ihres Babys gleichzeitig mehr Stress erleben als andere Eltern
  • vermindertes Erleben von eigener Kontrolle, dies betrifft ganz besonders den wichtigen Bereich der eigenen Kompetenz im Umgang mit dem Baby. Stattdessen erleben hier Eltern oft das Gefühl der Unsicherheit und Hilflosigkeit

 

Daher ist es ganz besonders wichtig Eltern von Säuglingen mit einer Regulationsstörung und der damit oft einhergehenden Körperkontaktschwierigkeit, sicher im Umgang und Handling mit ihrem Baby zu machen.

 

Unter professioneller Anleitung und einfühlsamer Führung wird der Säugling und seine Eltern im Aufbau zur Fähigkeit zum Körperkontakt unterstützt und angeleitet.

 

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